Mitte Februar 2016 am BAMF

Die Lage ist ruhig, aber nicht entspannt … Jeden Tag arbeiten wir von 8 bis ca. 14 Uhr, jeder Tag ist anders. Nie wissen wir, wie es tatsächlich weitergeht mit dem BAMF. Hieß es ursprünglich, der Standort Spandau wird komplett geschlossen, heißt es jetzt, der Standort Spandau wird zum Entscheidungszentrum. Das ist an sich nicht neu (siehe http://www.berlinonline.de/…/4153293-4015745-bamf-neues-ent…), ob das was wird oder nicht, stand aber lange in den Sternen und wann genau, weiß auch nur der große Kürbis. Bis es soweit ist, wird es aber noch dauern, noch werden die ganz normalen Aufgaben dort abgewickelt, vor allem auch alte Termine aufgearbeitet von Leuten, die vor drei Monaten zwar schon vor Ort waren, aber nicht drangenommen werden konnten. Die Zahl der Menschen vor Ort variiert stark: Mal 100, mal 600, das bedeutet, dass wir mal mit der Arbeit nicht hinterher kommen und am nächsten Tag unseren Kram kaum loswerden. Das zerrt an den Nerven, aber irgendwie ist das ja dann doch ein Luxusproblem; immerhin müssen wir dort nicht anstehen, wir Leben in Sicherheit, haben ein Einkommen – egal ob vorübergehend „gefördert“ oder aus eigener Kraft – haben ein Dach über dem Kopf, jeden Tag genug zu essen und fließend heißes Wasser zum Duschen oder Baden wann immer wir es wollen.

Jedenfalls freuen wir uns weiter über eure Mithilfe: in Form von Sach- oder Geldspenden oder direkte Hilfe vor Ort als fachkundige*r Nutellatoastschmierer*in, Wasser- oder Windelverteiler*in, Bananenschäler*in, Luftballonaufpuster*in und vor allem als Zeichen für die Geflüchteten, dass der Tonfall von Sicherheitspersonal vor Deutschen Behörden nicht die normale Art ist, wie mit Menschen in Deutschland umgegangen wird.

Bleibt uns gewogen!

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